Alle Artikel mit dem Schlagwort: schreiben

Wann machen Maschinen endlich meinen Job?

Es gibt Beschäftigungsgruppen, die, in Ermangelung von Grundeinkommen, nicht zu Unrecht fürchten, dass Maschinen ihnen die Arbeit wegnehmen – im Laufe der Geschichte der Industrialisierung ist das schließlich durchaus schon vorgekommen. Andere machen sich darum noch eher wenige Gedanken – gerade die kreativen Jobs scheinen halbwegs sicher vor Fließband und KI. Kurzum: Alles rund um das Entstehen eines Buchs scheint uns doch verhältnismäßig „safe“. Klar, es gibt es Newsportale, die automatisiert verfasste Artikel veröffentlichen. Aber kann Roboterjournalismus mit allen Facetten des Schreibens mithalten? Und ja, es gibt Übersetzungssoftware, die bereits ganz taugliches Material produziert, doch damit ein Buch korrekt übersetzt und flüssig lesbar ist, müssen nach wie vor menschliche Übersetzer Hirn und Hand anlegen. Alexa, lies mir ein Buch vor! Die Software VoiceDream kann bereits recht gut vorlesen und wird demzufolge von vielen Sehbehinderten genutzt – man kann ihr Texte vorgeben und sogar die Aussprache unbekannter Wörter beibringen, und dann legt die gewünschte Stimme los und bemüht sich, auch Nebensätze angenehm betont vorzubringen. Dennoch bringen Hörbuchsprecher*innen wohl noch etwas mehr Drama ins Gelesene, wage ich …

Wie man ein richtig gutes Buch schreibt – 7 Tipps für angehende Fachbuchautoren

Ihr seid Experten für ein Thema, das viele Menschen interessiert, und möchtet gerne Buchautor werden? Ihr habt das Buchthema genau definiert und sichergestellt, dass es noch keine Flut an Büchern dazu gibt? Klingt gut. Dann geht es jetzt darum, aus den rohen Informationen ein überzeugendes Buch zu formen. Folgende Tipps helfen euch dabei – ganz egal, ob ihr bei einem etablierten Verlag veröffentlicht oder über einen Dienstleister wie „Books on Demand“, ob euer Werk als gedrucktes oder ausschließlich als E-Book erscheinen soll, ob gegen Bezahlung oder kostenlos. Es ist euer Name, der hinterher auf dem Cover steht, also macht ihm alle Ehre.    1. Versetzt euch in den Leser Stellt euch die zukünftigen Leser möglichst genau vor: Wer braucht Informationen zum Thema, über das ihr schreiben wollt? Wer würde sich dazu ein Buch kaufen? Wie würde er es nutzen – zum Beispiel, um etwas Neues Schritt für Schritt zu lernen, oder vielleicht eher als Nachschlagewerk? Welche Probleme treiben den Leser besonders um, wie kann das Buch ihm dabei helfen? Welches Wissen kann man bereits voraussetzen? …

KOL005 Wie ein Buch entsteht

Gesprächspartner: Inken Kiupel (Lektorin), Roman Zenner (Autor) Bücher erscheinen und Bücher werden gekauft. Doch über die Entstehung des Buches erfährt man wenig. Das wollen wir ändern und sprechen mit der Lektorin Inken Kiupel und dem O’Reilly-Autor Roman Zenner über diesen Prozess. Themen: Wie findet man Themen und Autoren?; Der Draht zur Leserschaft; Von der Konzeptions- zur Schreibphase; Wie man Texte organisiert; Zeitplanung für Autoren; Die speziellen Bedürfnisse des Fachbuchmarkts; Hype-Themen im Spiegel des Buchmarkts; Der Wert der Arbeit; Das Netz als Begleitmedium; Vorveröffentlichung unvollenderter Bücher für registrierte Leser; Autoren als Gutachter für andere Bücher; Lebenszyklen bestimmter Themen; Aktualisierung von Büchern im Web; Nutzung kollaborativer Werkzeuge zur Bucherstellung; Woran man merkt, dass ein Buch fertig ist; Was beim Schreiben eines Buches beherzigt werden sollte; Vorbereitung des Buchs für den Satz; Pressearbeit und Vertrieb. Link: Magento-Bücher von Roman Mehr Informationen über den Podcast und einen Überblick über die bisherigen Episoden gibt es hier.

Online-Journalismus: Wie füllt man ein leeres Textdokument?

Seit mehr als zwei Jahren bloggen wir nun schon an dieser Stelle. Wir haben knapp 400 Artikel geschrieben, in denen wir Interviews geführt, Messen angekündigt und Bücher vorgestellt haben. Seit mehr als zwei Jahren nutzen wir dabei – wie die meisten deutschen Blogger – WordPress. (Nicht zum ersten Mal sind wir dabei übrigens die größten Fans eines unserer eigenen Bücher, Olivia Adlers gerade neu erschienenes „Praxiswissen WordPress„.) Wie viele andere Blogger und Autoren auch stehen wir regelmäßig vor der Frage: Was bloggen wir, was interessiert unsere Leser, was müssen wir auf jeden Fall kundtun? Wenn nach gründlicher Diskussion schließlich der Redaktionsplan steht, sitzen wir vor unseren Bildschirmen und tippen eifrig Entwürfe ins Dashboard. Und während wir dabei Sätze hin und herschieben, Überschriften texten und Bilder einfügen, wird klar, wie sehr sich das Schreiben in den letzten Jahrzehnten verändert haben muss. Wo früher ein Blatt Papier und ein Bleistift und erst danach die Schreibmaschine war, ist heute ein leeres Textdokument, das nach und nach gefüllt und strukturiert wird. Umso interessanter ist es, den Schreibprozess am PC …