Alle Artikel mit dem Schlagwort: journalismus

Weniger schlecht über IT schreiben

Kolophon #21: Weniger schlecht über IT schreiben (Podcast)

In der aktuellen Folge unseres Podcasts „O’Reilly-Kolophon“ spricht Tim Pritlove mit der Fachautorin Christina Czeschik. Anlass: das im Herbst 2018 erschienene Buch „Weniger schlecht über IT schreiben“. „Auf der einen Seite kommen wir ohne digitale Helfer gar nicht mehr aus, auf der anderen Seite gibt es viele Leute, die als Nutzer nur die Oberfläche, nicht aber die Mechanismen dahinter kennen“, erklärt Christina Czeschik ihre Intention, ein Buch zu schreiben. Denn: Bleiben dann auch die Entwickler immer unter sich und tauschen sich nur in ihrem (unverständlichen) Jargon miteinander aus, findet diese breite Nutzerschicht eben auch keinen Zugang zur Technologie. Diese Kluft zwischen Usern und Entwicklern lässt sich überwinden: Mit verständlicher Sprache. Dazu gehören natürlich eine saubere Rechtschreibung, eine sichere Grammatik und ein vielseitiger Wortschatz, der uns immer nach der passenden Formulierung greifen lässt. Dazu gehört aber beispielsweise auch die Kenntnis seiner Zielgruppe(n) und ihrer Bedürfnisse. Im Gespräch mit Tim Pritlove erzählt Christina von ihrem eigenen Weg in den Fachjournalismus und liefert eine Reihe von Methoden und Praxistipps zum Verfassen gut verständlicher Fachtexte. Allein mit Tipps zur Sprache …

IT Veranstaltungstipps

Die O’Reilly-Veranstaltungstipps im Juli (und August)

Die Ausgehtipps für den Monat Juli und August werden Euch präsentiert von: den Sommerferien. Wie gewohnt ist aktuell ein bisschen weniger los, was Euch aber nicht davon abhalten sollte, auf die hier genannten Veranstaltungen und/oder zu den zahlreichen Usergroup-Treffen und Meetups im ganzen Lande zu gehen, die normalerweise auch während der Ferien- und Urlaubszeit stattfinden. Am 19. Juli etwa geht es bei der Euregio JUG um Bibliotheken für die funktionale Programmierung mit Java 8, am 23. August bei der JUG Saxony um Rahmenbedingungen für agile Architekturen. Und in Bonn gibt’s eine JUG-Neugründung am 3. Juli!  Noch mehr Tipps findet Ihr immer auch direkt bei Meetup>Tech. Die Veranstaltungstipps en détail: Was?  EuroPLoP Wann? 04.-08.07.2018  Wo? Kloster Irsee / Bayern Website Twitter: @europlop Hashtag: EuroPLoP2018 Englischsprachige, europäische Konferenz zu Patterns – seit vielen Jahren und sehr erfolgreich im Ostallgäu. Was? Hacking Journalism Hackathon  Wann? 12.-14.07.2018 Wo? Düsseldorf Website Twitter: @VorOrtNRW Etwa 60 Teilnehmer entwickeln aus fundierten Medienkonzepten handfeste Prototypen. Was? Barcamp Digitalisierung Wann? 14.07.2018 Wo? Augsburg Website Twitter: @digicamp18 Hashtag: #digicamp18 Das erste Digicamp in Augsburg – u.a. organisiert von unserem Autoren …

„Je zahlreicher wir sind, desto größer ist unser Einfluss“ – Die Fachtagung des Journalistinnenbund in Köln

Web und Social Media sind natürlich auch im Journalismus omnipräsent und haben großen Einfluss auf das Berufsbild des Journalisten/der Journalistin. Wie beeinflusst die Datenflut des Webs ihren Berufsalltag? Oder ändert sich gar das ganze Berufsbild? Anlässlich der Ende Mai in Köln stattfindenden Fachtagung des Journalistinnenbunds sprach ich mit dessen Regionalsprecherin Köln-Bonn, Eva Hehemann. Der Journalistinnenbund veranstaltet vom 23. bis 25. Mai 2014 in Köln seine Fachtagung zum Thema „Doing Gender 2.0 – Publizieren zwischen Datenflut und kapitaler Ebbe„. Sind Medien und Journalisten – also Publizisten – dem Zeitalter von Big Data wirtschaftlich überhaupt gewachsen? Die zunehmende Digitalisierung stellt uns weltweit vor große Herausforderungen, nicht nur im Bereich des Journalismus. Aber in den Medien scheinen die Umwälzungen besonders dramatisch zu sein und vor allem unsere frei arbeitenden Kolleginnen spüren den wirtschaftlichen Druck. Trotzdem wollen wir die Digitalisierung nicht nur als Krise und Gefährdung sehen, sondern sie auch als Chance begreifen. Gerade für Frauen bietet das Netz erstaunliche Möglichkeiten, für ihre Interessen und Themen eine breitere Öffentlichkeit zu finden. Wir haben zu unserer Tagung Expertinnen eingeladen, die uns Wege …

Der erste Online-Journalist

Nerdcore brachte uns kürzlich auf einen Herren, von dem wir zugegebenermaßen vorher nie gehört hatten: Mike Greenly. Der ehemalige Marketing Vice President bei Avon bezeichnet sich als Pionier des „interaktiven Online-Journalismus“: Bereits Anfang der achtziger Jahre begann er, mit einem kleinen Aufnahmegerät sowie einer Art Laptop, dem Tandy Model 100,  durch amerikanische Städte zu ziehen. Er begleitete Wahlen, berichtete von der Oscar-Verleihung und machte schließlich mit einer Interviewreihe rund um das Thema AIDS von sich reden. Veröffentlicht hat er nicht in einer großen Zeitung, sondern via „The Source“, einer frühen Online-Nachrichtenseite. Deren 60.000 Leser konnten Greenlys Berichte nicht nur verfolgen, sondern auch kommentieren, und sie erhielten oftmals noch umgehend Antwort. Während Interviews ließ Greenly seine Leser fast unmittelbar in den Gesprächsverlauf eingreifen. Was uns jedoch überraschte: „The Source“ gab es nur bis 1989, und auch Greenlys Journalistenkarriere erschöpft sich heute in Reden und Songs, außerdem arbeitet er als Marketingberater. (Wenn Sie die Geschichte interessiert: Die Website ModernMechanix grub einen alten TIME-Artikel dazu wieder aus, auf den sich auch Nerdcore bezieht.) Online-Journalismus dagegen gibt es heute …

Online-Journalismus: Wie füllt man ein leeres Textdokument?

Seit mehr als zwei Jahren bloggen wir nun schon an dieser Stelle. Wir haben knapp 400 Artikel geschrieben, in denen wir Interviews geführt, Messen angekündigt und Bücher vorgestellt haben. Seit mehr als zwei Jahren nutzen wir dabei – wie die meisten deutschen Blogger – WordPress. (Nicht zum ersten Mal sind wir dabei übrigens die größten Fans eines unserer eigenen Bücher, Olivia Adlers gerade neu erschienenes „Praxiswissen WordPress„.) Wie viele andere Blogger und Autoren auch stehen wir regelmäßig vor der Frage: Was bloggen wir, was interessiert unsere Leser, was müssen wir auf jeden Fall kundtun? Wenn nach gründlicher Diskussion schließlich der Redaktionsplan steht, sitzen wir vor unseren Bildschirmen und tippen eifrig Entwürfe ins Dashboard. Und während wir dabei Sätze hin und herschieben, Überschriften texten und Bilder einfügen, wird klar, wie sehr sich das Schreiben in den letzten Jahrzehnten verändert haben muss. Wo früher ein Blatt Papier und ein Bleistift und erst danach die Schreibmaschine war, ist heute ein leeres Textdokument, das nach und nach gefüllt und strukturiert wird. Umso interessanter ist es, den Schreibprozess am PC …