Alle Artikel mit dem Schlagwort: Freie Software

IT, Politik und Gesellschaft von A bis Z: Versuch eines Jahresrückblicks

Dass es erhebliche Wechselwirkungen zwischen IT, Politik und Gesellschaft gibt und zivilgesellschaftliches Engagement in diesem Themenbereich eine gute Idee ist, erkannte der Chaos Computer Club (CCC) bereits 1981. Drei Jahre später gründetete sich das Forum Informatikerinnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung (FIfF), knapp 30 Jahre später wurde dank Edward Snowden jeder Hausfrau klar, dass es keine unpolitische Nutzung von Rechnern und Netzen gibt. Auch in diesem Blog haben wir uns schon öfters mit Themen jenseits von Coding und Systemadministration im stillen Kämmerlein befasst. Nun möchten wir zum ersten Mal einen informationstechnologisch-politischen Jahresrückblick wagen. Er wird nicht ohne Lücken und Fokussierung auf Deutschland, Europa und Nordamerika auskommen – weswegen wir schon jetzt um Nachsicht sowie Feedback mit Ergänzungsvorschlägen bitten. Da eine chronologische Auflistung noch komplizierter bzw. ausufernder gewesen wäre, haben wir uns für eine alphabetische Auflistung wichtiger Schlagworte entschieden. Los geht’s: A wie Abgasskandal Die Mitte September aufgedeckte Affäre um manipulierte Dieselfahrzeuge von VW war bzw. ist im Kern auch ein IT-Skandal. Die Abgaswerte konnten nämlich in der überwachten Testumgebung nur mit Hilfe einer speziellen Software und …

Richard Stallman kommt nach Frankfurt

„… Stallman is a fundamentalist, a Hutterite of hackerism.“ – Steven Levy in Hackers Dreißig Jahre war es in diesem März her, seit Richard Stallman sein „GNU Manifesto“ veröffentlichte. Stallman erklärte darin, dass er an einem Unix-basierten Betriebssystem arbeitet, dessen Code absolut frei ist. Konkret: “Als Ergebnis wird jeder Benutzer, der Änderungen im System machen muss, die Freiheit haben, diese selbst vorzunehmen. Die Benutzer werden nicht länger von der Gnade einzelner Programmierer oder Unternehmen abhängig sein, welche den Quelltext besitzen und daher als einzige Änderungen vornehmen können.“ Das Manifest war der Startpunkt von GNU – Akronym für „GNU’s not Unix“ – und gleichzeitig der Aufruf, das Projekt durch tatkräftige Hilfe und Spenden zu unterstützen. Einige Monate später gründete Stallman die Free Software Foundation. Der Rest ist Geschichte: Stetige Arbeit an GNU und weiteren Projekten wie dem emacs-Editor sowie der GNU GPL-Lizenzmodelle. Auszeichnungen. Kampagnen für freie Software, Unterstützung für freie Softwareprojekte. Und: Seine zutiefst freiheitliche Haltung vertritt Stallman auch heute noch, und das mit beeindruckender Konsequenz. Er will das freie Netz, ohne Ein- und Beschränkungen. Unternehmen wie Microsoft, Apple …

Linux für alle!

Edgar Hoffmann a.k.a Fast Edi ist passionierter Verfechter der Free-Software-Idee und u.a. aktiv bei freiesoftwareog.org. Besonders gerne verkündet er die frohe Kunde von Linux bzw. Ubuntu – und kann bei entsprechenden Einsteigerkursen regelmäßig neue Mitstreiter für die „gute Seite der Macht“ gewinnen. Wie z.B. kürzlich im Treff im Park (TiP) Offenburg, wo der Medienraum und seine PCs insgesamt sechs Abende lang begeistert belagert wurden. Wie der Linux-Crashkurs genau abgelaufen ist – das steht in Fast Edis Bericht, der sich prima als Blaupause für eine eigene Veranstaltung nutzen lässt: 1. Kursabend In einer kurzen Einführungsrunde konnte jeder seine bisherigen Erfahrungen mit Computern im Allgemeinen und Linux im Besonderen beschreiben. Es stellte sich heraus, dass die Gruppe die sich hier zusammengefunden hatte, durchaus schon etwas an Linux-Erfahrung aufweisen konnte. Allerdings in weiterer Vergangenheit, mit älteren Distributionen. Danach wurden die Kursteilnehmer von mir mit einer kleinen Präsentation über den Community-Gedanken und die Freie Software Philosophie auf die bevorstehende Reise in die Welt der Freien Software vorbereitet. Vor allem war mir wichtig, die Botschaft „Linux ist nicht Windows“ deutlich herauszuheben. Viele Einsteiger machen …

OpenRheinRuhr vom 12. bis 13. November in Oberhausen

„Ein Pott voll Software“ – so lautet das prägnant-sympathische Motto der dritten OpenRheinRuhr-Messe, die demnächst im Rheinischen Industriemuseum Oberhausen stattfindet. Hauptfokus ist der Austausch über nicht-proprietäre Betriebssysteme und Anwendungen (Linux, LibreOffice & co.), aber auch für die Auseinandersetzung mit „weichen“ Themen (z.B. Bürgerrechte im Internet) soll Platz sein. Die Veranstaltung wendet sich ausdrücklich an Interessierte aller Wissensniveaus, Greenhorns und Gurus sind gleichermaßen willkommen. Organisiert wird die OpenRheinRuhr u.a. von den Szene-Veteranen der Düsseldorfer Linux Group (DLUG), der Free Software Foundation Euro (FSFE) und der Linux Group Oberhausen Rheinland (LUGOR). Neben zahlreichen Vorträgen und Diskussionsrunden können alle Freunde Freier Software auch die Stände von 54 Austellern besuchen – das Museum ist picke-packe voll. Detaillierte Infos zum Programm und zur Ticketbestellung gibt es in Kürze auf der offiziellen Website.