Alle Artikel mit dem Schlagwort: Free Software

Richard Stallman kommt nach Frankfurt

„… Stallman is a fundamentalist, a Hutterite of hackerism.“ – Steven Levy in Hackers Dreißig Jahre war es in diesem März her, seit Richard Stallman sein „GNU Manifesto“ veröffentlichte. Stallman erklärte darin, dass er an einem Unix-basierten Betriebssystem arbeitet, dessen Code absolut frei ist. Konkret: “Als Ergebnis wird jeder Benutzer, der Änderungen im System machen muss, die Freiheit haben, diese selbst vorzunehmen. Die Benutzer werden nicht länger von der Gnade einzelner Programmierer oder Unternehmen abhängig sein, welche den Quelltext besitzen und daher als einzige Änderungen vornehmen können.“ Das Manifest war der Startpunkt von GNU – Akronym für „GNU’s not Unix“ – und gleichzeitig der Aufruf, das Projekt durch tatkräftige Hilfe und Spenden zu unterstützen. Einige Monate später gründete Stallman die Free Software Foundation. Der Rest ist Geschichte: Stetige Arbeit an GNU und weiteren Projekten wie dem emacs-Editor sowie der GNU GPL-Lizenzmodelle. Auszeichnungen. Kampagnen für freie Software, Unterstützung für freie Softwareprojekte. Und: Seine zutiefst freiheitliche Haltung vertritt Stallman auch heute noch, und das mit beeindruckender Konsequenz. Er will das freie Netz, ohne Ein- und Beschränkungen. Unternehmen wie Microsoft, Apple …

Linux für alle!

Edgar Hoffmann a.k.a Fast Edi ist passionierter Verfechter der Free-Software-Idee und u.a. aktiv bei freiesoftwareog.org. Besonders gerne verkündet er die frohe Kunde von Linux bzw. Ubuntu – und kann bei entsprechenden Einsteigerkursen regelmäßig neue Mitstreiter für die „gute Seite der Macht“ gewinnen. Wie z.B. kürzlich im Treff im Park (TiP) Offenburg, wo der Medienraum und seine PCs insgesamt sechs Abende lang begeistert belagert wurden. Wie der Linux-Crashkurs genau abgelaufen ist – das steht in Fast Edis Bericht, der sich prima als Blaupause für eine eigene Veranstaltung nutzen lässt: 1. Kursabend In einer kurzen Einführungsrunde konnte jeder seine bisherigen Erfahrungen mit Computern im Allgemeinen und Linux im Besonderen beschreiben. Es stellte sich heraus, dass die Gruppe die sich hier zusammengefunden hatte, durchaus schon etwas an Linux-Erfahrung aufweisen konnte. Allerdings in weiterer Vergangenheit, mit älteren Distributionen. Danach wurden die Kursteilnehmer von mir mit einer kleinen Präsentation über den Community-Gedanken und die Freie Software Philosophie auf die bevorstehende Reise in die Welt der Freien Software vorbereitet. Vor allem war mir wichtig, die Botschaft „Linux ist nicht Windows“ deutlich herauszuheben. Viele Einsteiger machen …

Software Freedom Day am 15. September

Am Samstag, dem 15. September 2012 findet der Software Freedom Day statt – ein Feiertag zu Ehren Freier und Open Source Software (FOSS), der seit Jahren von Open Source-Enthusiasten weltweit ausgerichtet wird.  In Deutschland kann man unter anderem in Köln mitfeiern. Gemeinsam mit dem Computerclub Pascal organisiert die Usergroup LiWoK einen ganzen Tag Vortragsprogramm im Coworking Space Gasmotorenfabrik. Wir haben dazu mit Bruno Hopp aus dem Orga-Team gesprochen.   Herr Hopp, wie sind Sie selbst das erste Mal mit dem Open Source-Gedanken in Berührung gekommen? Das war zu Studienzeiten im Rechenzentrum: Als Student sollte ich eine etablierte Statistiksoftware erlernen – dazu vorgesehen: praktische Übungen „am Rechner“. Dummerweise hatte die angebotene Software genau die Berechnungen, die ich plante, nicht eingebaut. Tja, einige tausend Werte mag niemand mit Taschenrechner durchgehen – ich fragte mich, wie ich das selbst programmieren könnte. Also habe ich mich bei den älteren, erfahrenen Anwendern umgehört. Ich erinnere mich an einige sympathische (Spät-) Hippies, die was von Linux und „ein richtiges Betriebssystem“ murmelten. Da musste ich mich zuerst schlauer machen, durfte bei einem befreundeten …

LinuxTag 2012, Tag 4

Verspätete Blogposts über bereits beendete Veranstaltungen gehören nicht zu den populärsten Inhalten im Web 2.0., weswegen wir den final post zum LinuxTag kurz und bündig gestalten: Den vierten und letzten Tag auf dem Berliner Messegelände nutzten wir v.a. für Fachsimpeleien mit den verbliebenen Nerds, ein Feedbackgespräch mit der Messeleitung und mitunter sehr sportliche Verhandlungen über den Verkaufspreis der Bücherrestposten („Der Kratzer auf dem Cover ist schon auffällig, aber 90% Nachlass finde ich doch ein bisschen arg…“). Unterdessen wurden die letzten Mateflaschen und Energy-Drink-Dosen geleert. Kurz bevor es an den Standabbau und die Heimreise ging, vermachte uns die openSUSE-Crew noch eine Kiste OpenSource Bier – merci! Auch bei allen anderen möchten wir uns erneut bedanken: Für das rege Interesse an unseren Büchern, den interessanten Austausch über Medien- und IT-Themen, die zahlreichen Kommentare, Retweets und sonstiges Feedback im Zuge der Berichterstattung, die schicken Free-Software-Devotionalien (Ubuntu-Teetasse, yeah!) und das gemeinsame Ziehen an einer Strippe. In diesem Sinne: Winke-winke und bis zum nächsten Mal!