Alle Artikel mit dem Schlagwort: Frauen in der IT

Annabelle Klarl (Mitte) und das Münchner Team der Django Girls

Django Girls: Zum ersten Mal eine Kommandozeile

Ende Januar durften wir einige Bücher zum Workshop der Django Girls nach München schicken. Was es damit auf sich hat, wer die Django Girls sind und wie Ihr Euch selbst engagieren könnt, erzählen Lisa Vogelsang und Annabelle Klarl aus dem Münchner Orgateam gemeinsam in diesem Interview. Annabelle, was sind die Django Girls und für wen seid Ihr da? Django Girls ist eine Non-Profit Organisation, die Frauen unterstützt, kostenlose Tages-Programmier-Workshops für andere Frauen zu organisieren. Als Grundausausrüstung für die Workshops hat Django Girls ein Tutorial und weitere Werkzeuge entwickelt. Sie betreiben die Event-Webseiten und haben ein weltweites Netzwerk von freiwilligen Organisationsteams geschaffen. Zielgruppe sind Frauen, die keinerlei Erfahrung mit der Programmierung haben und die anhand der Programmierung eines Blogs einen ersten Einblick in die Funktionsweise des Internets bekommen wollen. Dabei steht vor allem die Community und das gemeinsame Lernen und Austauschen in entspannter Atmosphäre im Vordergrund. Die 30-40 Teilnehmerinnen werden in Gruppen von maximal drei angehenden Programmiererinnen von einem erfahrenen ehrenamtlichen Coach betreut. Dabei werden HTML, CSS, Python und Django eingesetzt. Kannst Du uns ein bisschen …

Pionierinnen der IT: Hedy Lamarr – eine Frau mit vielen Talenten

Teil 5 unserer kleinen IT-Geschichte: Gastautorin Annette Pohlke erinnert an die gebürtige Österreicherin Hedy Lamarr, die im November diesen Jahres 100 Jahre alt geworden wäre. Berühmtheit erlangte sie als Schauspielerin. Als Erfinderin aber entwickelte sie eine wichtige Technologie für abhörsicheren Mobilfunk. Zum ersten Mal berühmt wurde Hedy Lamarr – damals noch unter ihrem bürgerlichen Namen Hedwig Eva Maria Kiesler – durch einen Skandalfilm …

Pionierinnen der IT: Das Programmiererinnenteam des ENIAC

Teil 3 unserer kleinen IT-Geschichte: Annette Pohlke beschäftigt sich mit dem ersten elektronisch programmierbaren Großrechner ENIAC – und wie sechs Frauen ihn dazu weiterentwickelten. P.S.: Hier gibt es Teil 1 zu Ada Lovelace und Teil  2 zu Grace Hopper. Zu den frühen, heute legendären Computern, gehört ENIAC – der Electronic Numerical Integrator and Computer. ENIAC wurde ab 1942 aus knapp 18.000 Elektronenröhren, 1500 Relais, 7200 Dioden, 70.000 Widerständen und 10.000 Kondensatoren gebaut und war mit einem Gewicht von rund 30 Tonnen wahrlich ein Großrechner (beeindruckende Bilder auch hier). Das erste Programmiererteam für den ENIAC bestand ausschließlich aus Frauen. Dies mag zuerst überraschen, hatte seinen Grund aber darin, dass diese Erfahrung mit der Aufgabe hatten, für die ENIAC ursprünglich gebaut wurde: Sie rekrutierten sich nämlich aus einer Gruppe Mathematikerinnen, die während des 2. Weltkrieges an der Moore School of Electrical Engineering im Auftrag der US-Armee für Flugbahnberechnungen eingesetzt worden waren. Und genau dies sollte ENIAC maschinell erfüllen. ENIAC – Aufbruch in ein neues Zeitalter Mit ballistischen Rechnungen und der Arbeit an Rechenmaschinen waren die Frauen also bereits vertraut. Die Arbeit mit ENIAC, zu …

Girl Geek Dinner – zum ersten Mal in Stuttgart

Weil Frauen in der IT und natürlich genauso auf den typischen Veranstaltungen der Branche unterrepräsentiert sind, rief Sarah Blow 2005 in London das erste Girl Geek Dinner ins Leben. Die Idee: Frauen, die sich für Medien und Informationstechnologie interessieren, sollten sich in netter Atmosphäre zum Austauschen und Netzwerken treffen können. Um sicherzustellen, dass Frauen hier einmal nicht in Unterzahl sind, gibt es eine Spielregel: Männer sind willkommen, müssen allerdings von einer der teilnehmenden Frauen eingeladen werden. So ist eine Frauenquote von mindestens 50 Prozent sichergestellt. Der Name der Veranstaltung ist übrigens ein bisschen missverständlich. Es geht nicht um ein förmliches Abendessen (Dinner), sondern um Gespräche bei einem Getränk im Stehen – ganz unkompliziert. Manchmal werden auch Vorträge organisiert. Inzwischen hat die Veranstaltungsform auf der ganzen Welt Anhängerinnen und Mitstreiter. Es gibt GGD in Island, Australien, Asien und natürlich auch in verschiedenen Städten in Deutschland: bislang in Berlin, Hamburg, Frankfurt und München. Nicole Simon, vielen als Bloggerin, Vortragende und Buchautorin in Sachen Social Media bekannt, setzt sich engagiert für solche Treffen ein. Das nächste Girl Geek …

Kalte Pizza muss man nicht mögen

Wir freuen uns über das Interesse an unserer Reihe „Frauen in der IT“, gerade auch über die zahlreichen Kommentare zum letzten Artikel und machen umso motivierter weiter. Wie schon in ihrem ersten Beitrag nimmt sich hier Frau Martina Diel einen weit verbreiteten Mythos vor und sagt, wie es wirklich ist. 😉 Der Mythos: Der Programmierer, der bei kalter Pizza und abgestandener Cola stundenlang seinen Source Code immer wieder kompiliert und kompiliert, weil der versteckte Bug sich    einfach nicht finden lässt und das Release morgen raus soll. Der Systemadministrator, der an einem Sonntagmorgen um 4 Uhr vom Bereitschafts-Handy geweckt wird und mit rotgeränderten Augen ins Rechenzentrum schlurft, um den abgeschmierten Server wieder zu starten (das Remote-Login via SSH funktioniert leider nicht) Der Datenbank-Administrator, der noch um 23 Uhr SQLs absendet, um auf seinen Produktionstabellen wieder für Ordnung zu sorgen, die es irgendwie zerschossen hat, als die USV nicht funktionierte, als sie es hätte sollen. Also 150% Einsatz rund um die Uhr  – als Frau hat man da schlechte Karten, spätestens wenn man irgendwann mal auch eine …