Alle Artikel in: Technologie

Von neuronalen Netzen und ganz vielen anderen Dingen: Ein Interview mit Tariq Rashid

Interviews mit unseren Autoren sind (fast) immer ein Vergnügen. Besonders viel Freude bereiten sie mir allerdings, wenn ich mit so auskunftsfreudigen und vielseitig interessierten Menschen wie Tariq Rashid sprechen kann. Anlässlich der deutschsprachigen Erstveröffentlichung seines Buchs Neuronale Netze selbst programmieren habe ich mit dem britischen Physiker und Machine-Learning-Experten eine ganze Menge Themen beackert: Die magische Welt smarter Software und künstlicher Intelligenz, die Notwendigkeit digitaler Kompetenz und digitaler Menschenrechte, das törichte Verhalten vieler Lehrer und Politiker, den Brexit und das Potenzial der internationalen Tech-Zivilgesellschaft. Das Interview ist recht lang, aber sicher nicht langweilig ausgefallen: Tariq, künstliche neuronale Netze (KNN) sind in letzter Zeit schwer in Mode. Allerdings scheint es immer noch viele Menschen zu geben, die nicht wissen, was genau dahintersteckt. Kannst du uns die grundlegenden Konzepte möglichst verständlich erklären? Ja, neuronale Netze sind total angesagt. Was übrigens nicht immer so war. Zu ihrer Funktionsweise: Wir wollten Rechner ja schon immer dazu bringen, mehr Aufgaben für uns zu übernehmen. Vom Abakus zur einfachen Berechnung von Schulden bis hin zum elektronischen Computer, der Flugbahnen im Weltraum voraussagt. …

Mutti am Rechner

Lametta und IT-Support. Oder: Weihnachtliche Techniktipps für Eltern aus der Analog-Ära.

Die meisten Menschen, die beruflich mit modernen Medien und Computern zu tun haben, dürfen die Situation kennen: Man verbringt Weihnachten ein paar Tage bei den Altvorderen – und wundert sich ganz schön über deren Mediennutzungsverhalten und Technikverständnis. Manchmal ist man auch ein bisschen davon genervt. Und dann kommt es unterm Weihnachtsbaum womöglich zu unschönen Szenen. Die sind natürlich absolut vermeidbar! Dieser Beitrag soll helfen, die IT-Kompetenz der Eltern behutsam zu fördern sowie das Nervenkostüm der Kinder nachhaltig zu schonen. Wir haben im Bekannten- und Freundeskreis typische Wünsche, Fragen, Kuriositäten gesammelt und passende Antworten dazu überlegt. „Ich hätte gerne zu Weihnachten das neue iPhone. Und das neue MacBook. Der Klaus-Jürgen hat das auch. Voll schick!“ „Wozu brauchst du die Geräte denn?“ „Na, zum Telefonieren. Und zum Surfen!“ „Vielleicht geht’s dann auch eine Nummer kleiner? Wenn du das Smartphone hauptsächlich für Telefongespräche (und Whatsapp) nutzt und vielleicht drei Mal pro Jahr den Kleenen auf dem Spielplatz knipst, dann brauchst du nicht unbedingt ein teures Flagschiff mit massig Rechenpower und unzähligen Features. Du kaufst dir ja auch keinen …

IP-Türsprechstelle

Hack: Eine IP-Türsprechstelle mit FHEM verknüpfen

Im folgenden Hack beschreibt der Autor Peter A. Henning, wie man mit Hilfe der DoorPi-Software auf Basis eines Raspberry Pi eine IP-Türsprechstelle baut und in FHEM* integriert. Der Hack entstammt diesmal nicht aus seinem Buch „SmartHome Hacks“, sondern wurde bereits hier veröffentlicht. Wir danken Peter A. Henning, dass wir ihn an dieser Stelle re-bloggen dürfen. Weitere Probehacks (die dann auch wirklich aus „SmartHome Hacks“ stammen) findet Ihr hier und hier und hier.  *Weitere Bestandteile des Gesamtsystems sind ein Garagentoröffner und eine Hoftür mit selbstverriegelndem Panikschloss. Zur Beschreibung der beiden letztgenannten Teilprojekte verweise ich auf das Buch Smart Home Hacks. Funktion Die Software DoorPi läuft auf einem Raspberry Pi und stellt einen IP-Phone-Client zur Verfügung, der in eine IP-Haustelefonanlage (z.B. mit der FritzBox) eingebunden werden kann. Diesen Raspberry Pi könnte man zwar über längere Audiokabel mit der notwendigen Lautsprecher-Mikrofon-Kombination verbinden, das ist allerdings etwas anfällig für Störsignale. Die meisten Anwender von DoorPi wählen deshalb den Einbau des Raspberry Pi direkt an der Türsprechstelle. Aus Sicht des Autors stellt das eine Sicherheitslücke dar – weil ein direkter Zugang …

Keine Angst vor Microsoft Access Buchcover

Neuerscheinung: Keine Angst vor Microsoft Access!

„Access muss kein Angstgegner sein“: Diese Haltung praktiziert der Hochschuldozent Andreas Stern schon seit vielen Jahren – und voller Überzeugung. Dazu hat er ein Konzept entwickelt, mit dessen Hilfe auch Nichtinformatiker die Prinzipien hinter Datenmodell, Datentyp und Abfragen verstehen und anwenden können.  Ungenutzte Potenziale Haben Sie Access auf Ihrem Rechner? Bestimmt! Haben Sie Access schon einmal gestartet? Bestimmt! Konnten Sie etwas damit anfangen? Höchstwahrscheinlich nicht! So beginnt Andreas Stern in seiner Einleitung zum Buch. Und er erklärt auch gleich, warum so viele Menschen Access zwar besitzen und irgendwie auch ein wenig kennen, es aber nicht einsetzen. Denn im Gegensatz zu Word oder Excel erlaubt die Software recht wenig Trial & Error durch mehr oder wenig bewusstes Geklicke, sondern erfordert konzeptionelle Vorüberlegungen. Klar, Ihr müsst einfach wissen, welche Inhalte Ihr in welchen Feldern in Eure Datenbank kippen wollt, bevor Ihr eben jene konstruiert. Ein Arbeitsaufwand, der bisweilen abschreckt. „Mit diesem Buch möchte ich Ihnen helfen, diese Hemmschwelle zu überwinden“, schreibt Stern daraufhin. Und man kann ihm glauben, dass genau das gelingt: Der Autor liefert bereits die 5. Auflage ab, …

Hack: Schimmel vermeiden

Unser Buch „SmartHome Hacks“ zeigt Euch, wie Ihr mit Hausautomationssystemen individuelle bedarfsgerechte Lösungen entwickelt. Die Hacks sind in vier Schwierigkeitsstufen kategorisiert (eine Pepperoni: leichter Hack, vier Pepperoni: herausfordernder Hack) und eignen sich für das Reihenhausparadies genauso wie für den Selbstversorgerbauernhof, die Studentenbude oder das moderne Palästchen. Auszug aus „SmartHome Hacks“, Teil 1/3 Drei Hacks veröffentlichen wir hier im oreillyblog. Den Anfang macht „Vermeidung von Schimmel“ aus Kapitel 4: Hacks zur Messung von Umweltdaten. Viel Spaß damit! Unsere Atemluft enthält Bakterien und Schimmelsporen, die wir mit jedem Atemzug einatmen. Genauer gesagt sind es etwa 1000 „koloniebildende Einheiten“ von Schimmelsporen in jedem Kubikmeter. Das ist im Normalfall weder gefährlich noch ungewöhnlich – denn es ist bereits seit Hunderten von Millionen von Jahren Bestandteil der Ökosphäre. Neueste Erkenntnisse (aus dem Jahr 2015) lassen sogar vermuten, dass im Zentrum jeder einzelnen Schneeflocke ein Bakterium als Kondensationskeim dient. Obwohl Hersteller von Desinfektionsmitteln und so genannte Baubiologen uns etwas anderes glauben machen wollen, wird unser Körper mit diesen Eindringlingen normalerweise sehr gut fertig. Das gilt übrigens auch für so unangenehme Zeitgenossen wie die Legionellen, …