Alle Artikel in: Frauen in der IT

droidcon 2017

Wie Design zum Datenschutz beitragen kann: Ein Interview mit Ame Elliott

PGP-Schlüssel einrichten, Privacy-Settings verschärfen, Apps in Schach halten: In der Theorie ist uns klar, wie wir unsere Daten schützen (sollten). In der Praxis scheuen wir aber häufig vor komplizierten Menüs und nichtssagenden Akronymen zurück, schließen die Augen und lassen alles laufen. Die Designerin Ame Elliott hat sich genauer dieser Problematik angenommen. Statt zu empfehlen, man solle sich durchkämpfen, setzt sie auf benutzerfreundlicheres Design genau dieser Stellschrauben. In einem Interview am Rande der Konferenz droidcon  erzählt sie mehr.  Ame, du arbeitest an der Schnittstelle zwischen UX und Sicherheit – zwei Bereiche, die die meisten Menschen normalerweise gar nicht miteinander in Verbindung bringen. Kannst du uns ein bisschen darüber erzählen, was du machst und vor welchen Herausforderungen Du täglich stehst? Ich bin Design Director bei Simply Secure. Wir sind ein gemeinnütziges Unternehmen und sehen unsere Mission im Bereich Bildung. Wir entwickeln Ressourcen wie unsere Knowledge Base, ausgerichtet auf die Bedürfnisse von Praktikern – insbesondere Designern, Entwicklern und Forschern – die vertrauenswürdige Technologien aufbauen. Meine Arbeit besteht darin, Entwicklern zu helfen: Vor allem denen, die einen Security-Hintergrund haben und nun Fähigkeiten …

Fashion Tech Academy

Fashion Tech Academy in Berlin: Für mehr Vielfalt in der Technikbranche

Lina Wassong hat eine Mission: Die Designerin setzt sich nicht nur an den Schneidertisch, um etwas zu nähen. Sie bringt (bislang) gänzlich unterschiedliche Welten zusammen, lässt Mode und Technik, Stoffe und Programmiercode miteinander kollidieren und entwickelt daraus in ihren Entwürfen etwas Neues. Überraschendes. Und gleichzeitig so Selbstverständlich-Harmonisches. Auf mich wirken ihre Entwürfe so, als ob Mode und Elektronik schon immer zusammengehören. Mit allen Kontrasten, die die Bereiche jeweils mit sich bringen. Linas Techniken haben dabei Hand und Fuß. Sie studierte Bekleidungstechnik und Management in Hamburg, schnupperte während eines längeren Aufenthalts in San Francisco in die amerikanische Tech-Branche und brachte sich früh in die internationale Fashiontech-Szene ein. Wenn Lina Wassong nicht gerade selbst entwirft, programmiert und schneidert, arbeitet sie an Buchprojekten (Licht & Spaß, ab Mai: Wearables mit Arduino und Raspberry Pi, ab Juni: Das Calliope-Buch). Oder gibt Workshops – und darüber habe ich für das oreillyblog mit Lina gesprochen. Lina, am heutigen Mittwoch gibst Du gemeinsam mit Sofie Di Bartolomeo den Workshop „Fashion Tech Academy- Design your glowing necklace!“ Was genau habt Ihr vor? Heute, am 8. März, …

Annabelle Klarl (Mitte) und das Münchner Team der Django Girls

Django Girls: Zum ersten Mal eine Kommandozeile

Ende Januar durften wir einige Bücher zum Workshop der Django Girls nach München schicken. Was es damit auf sich hat, wer die Django Girls sind und wie Ihr Euch selbst engagieren könnt, erzählen Lisa Vogelsang und Annabelle Klarl aus dem Münchner Orgateam gemeinsam in diesem Interview. Annabelle, was sind die Django Girls und für wen seid Ihr da? Django Girls ist eine Non-Profit Organisation, die Frauen unterstützt, kostenlose Tages-Programmier-Workshops für andere Frauen zu organisieren. Als Grundausausrüstung für die Workshops hat Django Girls ein Tutorial und weitere Werkzeuge entwickelt. Sie betreiben die Event-Webseiten und haben ein weltweites Netzwerk von freiwilligen Organisationsteams geschaffen. Zielgruppe sind Frauen, die keinerlei Erfahrung mit der Programmierung haben und die anhand der Programmierung eines Blogs einen ersten Einblick in die Funktionsweise des Internets bekommen wollen. Dabei steht vor allem die Community und das gemeinsame Lernen und Austauschen in entspannter Atmosphäre im Vordergrund. Die 30-40 Teilnehmerinnen werden in Gruppen von maximal drei angehenden Programmiererinnen von einem erfahrenen ehrenamtlichen Coach betreut. Dabei werden HTML, CSS, Python und Django eingesetzt. Kannst Du uns ein bisschen …

Ada Lovelace

Zu Besuch bei Ada

Die Begeisterung für Ada Lovelace und ihre Geschichte bemerke ich sofort, schon nach den ersten Sätzen, die ich mit Andreas Stolte wechsle. Stolte ist Pressechef beim Heinz Nixdorf-Museum in Paderborn und nimmt sich im November 2015 freundlicherweise die Zeit, mich für das oreillyblog durch die Ada Lovelace-Ausstellung zu führen, die anlässlich ihres 200. Geburtstags kuratiert wurde. Längst wollte ich meine Eindrücke niederschreiben, aber heute, zum Internationalen Frauentag, muss es sein. Denn Ada ist, wir haben es hier im oreillyblog bereits dargelegt, ein Role Model. Ein Vorbild. Und das noch nicht einmal dafür, dass sie sich besonders für Technik interessierte – die „Männerdomäne“. Sondern aus meiner Sicht vor allem für ihre Sturköpfigkeit, sich eben genau mit diesen Dingen zu beschäftigen, die sie nun einmal beschäftigten. Ihren Ehrgeiz. Ihrer Neugier. Adas Kindheit Doch von vorn: Augusta Ada Byron wurde 1815 geboren. Ihre Eltern – der romantische Dichter Lord Byron und die mathematikliebende, rational denkende Aristokratin Anne Isabella Milbanke waren so gegensätzlich wie sie nur sein konnten. Auf seine durch Schulden und Alkohol verursachten Probleme reagierte der Lord mit Affären und …

Pionierinnen der IT: Hedy Lamarr – eine Frau mit vielen Talenten

Teil 5 unserer kleinen IT-Geschichte: Gastautorin Annette Pohlke erinnert an die gebürtige Österreicherin Hedy Lamarr, die im November diesen Jahres 100 Jahre alt geworden wäre. Berühmtheit erlangte sie als Schauspielerin. Als Erfinderin aber entwickelte sie eine wichtige Technologie für abhörsicheren Mobilfunk. Zum ersten Mal berühmt wurde Hedy Lamarr – damals noch unter ihrem bürgerlichen Namen Hedwig Eva Maria Kiesler – durch einen Skandalfilm …