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Geschenktipps für Große und Kleine, Nerds und Geeks, Rausgeher und Drinnenbleiber und viele mehr

I did it again. Nach vielen Jahren habe ich mal wieder die Shops nach Geschenktipps durchsucht. Bitteschön:

Für Kleine

Wer Geschenke für Kinder sucht, sieht ja erstmal den Wald vor lauter Bäumen nicht. Bücher, Gesellschaftsspiele, Bau- und Konstruier-Equipment, Bügelperlen und Malen nach Zahlen: die Läden sind voll. Geht’s dann aber ans Eingemachte, wandert vieles aus dem (virtuellen) Einkaufskörbchen wieder raus: das eine hat zu viel Plastik, das andere ist zu pink, das nächste zu schnell langweilig. Dort lernt man nix, und da zu viel. Als gutes Buchgeschenk für Kinder ab dem Grundschulalter empfehlen wir unser Maker-Projekte mit JavaScript, bei dem Ihr mit dem Nachwuchs Alltagsgegenstände mit dem Espruino-Board nachbaut. Bringt wertvolle gemeinsame Zeit, viele Erkenntnisse und macht Spaß. Drüben bei dpunkt gibt es übrigens auch einige Lego- und Minecraft-Bücher. Nicht aus unserem Hause, dennoch lesenswert sind diese Bücher, die Kindern Heldinnen und Helden unserer und vergangener Zeiten vorstellen. Dabei sind u.a. Ada Lovelace und Grace Hopper, Alan Turing und Stephen Hawking. 

Von der Digitalkamera zum Drucker: Gordon Williams zeigt, wie Ihr diese (und mehr) Gegenstände selbst bastelt.

Aber eigentlich sollen die jungen Leute ja an die frische Luft, nech. Also schickt sie raus, am besten zur TINCON. Das „Festival für digitale Jugendkultur“ gastiert 2019 in Düsseldorf, aktuell sucht man Speaker.  Wie wär’s denn, wenn Ihr für Tochter, Sohn, Nichte, Neffe oder andere Jugendliche die Fahrtkosten sponsert? Und wenn das nicht klappt, ladet sie doch zum Besuch einer Maker Faire in Eurer Nähe ein. Oder schleppt sie zu einem CoderDojo, wie wir es zum Beispiel hier mal beschrieben haben. Oder Ihr ladet sie zu einem Nachmittag an der Spielkonsole ein. Ohne ihre Eltern ;)

Für Große

Für die (ältere) Eltern-, unbedingt aber Großeltern-Generation: Lasst Schafwollkissen und Eierlikör am Weihnachtsmarkt liegen und schenkt den Familienältesten ein wenig Eurer Zeit. Hört Euch – auch wiederholt – ihre Geschichten an, hinterfragt sie und wenn es sein muss, streitet auch mit ihnen. Aber setzt Euch (gerne auch mit Eierlikör) zu ihnen und seid aufmerksam. Oder organsiert ihnen doch mal ein Treffen mit ihren Buddys, inklusive Transfer, sollten sie selbst nicht mehr mobil sein. (Damit Ihr die Zeit bei den (Groß-)Eltern dann aber nicht damit verbringen müsst, ihnen das Tablet aufzuräumen, könntet Ihr natürlich dennoch ein Buch schenken.)

Jüngere Eltern, PädagogInnen und LehrerInnen freuen sich bestimmt über unser frisch erschienenes Elternbuch zu WhatsApp, YouTube, Instagram & Co., in dem zwei erfahrene Medienpädagogen realistische und sinnvolle Hinweise zu Sozialen Netzwerken, Gaming, Mobbing und Fake News geben – und wie Eltern dies mit ihren Kindern besprechen können. 

Für alle Book People eignet sich eine Leselampe – oder ein Lesezeichen aus alten Platinen, Büroklammern oder Garnresten. Und für Serien- und Filmfans? Eine fein kuratierte Empfehlungsliste, für die Ihr das Angebot aller Streamingdienste und Mediatheken nach Perlen durchstöbert, die den Beschenkten gefallen könnten (einen Anfang findet Ihr hier im oreillyblog). Dazu passt dann ja immer auch ein kleines Verpflegungspaket. Und ein Schlafanzug.

Für Gamer und Geeks, Admins und Coder 

Sagte ich Bügelperlen? Die solltet Ihr kaufen, und zwar für Euch. Dann könntet Ihr nämlich noch am 24.12. last-last-minute Broschen, Ringe und sonstige Juwelen herstellen. Inspirationen liefern Pinterest und auch YouTube zuhauf:


Wer ein wenig Bildschirmpause braucht, kann Karten spielen oder sich in Maltherapie versuchen. Sehr hübsch sind zum Beispiel diese Malvorlagen für Wacken, Indie- und/oder Vinyl-Fans, Globetrotter, Nerds oder die Generation 8bit. (Die O’Reillys in den USA veröffentlichten übrigens auch schon ein Ausmalbuch). 

Dazu passen dann, klar: Stifte. Über die freuen sich auch all jene, die nicht nur lesen, sondern auch schreiben. Denn auch wenn wir die meisten unserer geistigen Ergüsse direkt in die Tastatur waffeln hacken oder unserem Endgerät aufsprechen, ohne Bleistifte, Textmarker und langlebige Fineliner geht nichts. Für alle, die richtig ins Schreiben einsteigen wollen, von Haus aus aber eher Code statt ganze Sätze texten, haben wir gerade Weniger schlecht über IT schreiben veröffentlicht. Das Buch bringt Admins und Entwicklern ebenso kurzweilig wie lehrreich bei, wie sie Manuals, Reports oder Blogbeiträge strukturieren und verfassen – und zwar so, dass sie auch für Nicht-Geeks verständlich sind.

Wenn das kein Weihnachtsgeschenk ist.

Vielleicht kennt Ihr ja auch jemanden, der schon länger in der IT arbeitet, seiner Karriere aber einen neuen Schwung geben möchte. In Karriereweg IT-Management zeigt Camille Fournier, wie aus Techies Manager werden. Und in Product Leadership erfahren Leser, wie sie es schaffen, wirklich nützliche Produkte zu erschaffen und erfolgreiche Teams zu formen. Zwei Bücher also, die sich für diejenigen perfekt eignen, die für das neue Jahr große Ambitionen haben.

Für die Goldsucher und Minenarbeiter

Ihr dachtet jetzt was mit Alaska, richtig? Nein, zum Goldsuchen muss man nicht raus. Wir durchgraben besser ganze Datenberge – beispielsweise mit Hilfe unserer Neuauflage von Wesley McKinneys Datenanalyse mit Python. Oder nutzen sie mit Hilfe von Martin Kleppmanns Bestseller Datenintensive Anwendungen designen

Anspieltipp: Hört Euch doch auch unseren Podcast von und mit Tim Pritlove an, zum Beispiel die Folge zu Machine Learning und Künstlicher Intelligenz

Und wer sich für Bitcoins und die Blockchain interessiert und/oder endlich umfassend verstehen will, wie dezentrale, verschlüsselte Währungssysteme funktionieren, dem sei Bitcoin & Blockchain – Grundlagen und Programmierung sowie Blockchain – kurz & gut empfohlen. An dieser Stelle notiert diese ZDF-Doku doch gleich noch auf Eurer ToDo-Liste.

Für die Freunde

Kennt Ihr diese Freundschaften, die nur vom Gestern leben? Mit denen jede Party in der Küche endet, und dann wird erzählt: vom Abitreffen, vom Spanien-Urlaub, von dem einen Abend, als Sven aus dem Autofenster gekotzt hat. Ja, das ist nice, großes Amusement auch noch 20 Jahre später. Viel besser aber ist es doch, neue Erinnerungen zu schaffen. (Add new event –> Agree.) Mal wieder gemeinsam zu kochen, vielleicht ja 540°C-Pizza? Gemeinsam Bier zu brauen, und zwar ganz von Anfang an mit diesem Anzuchtpaket und einem Bierbrau-Set (gibt es online von verschiedenen Anbietern, hab ich aber auch vor ein paar Tagen in der Mayerschen Buchhandlung gesehen). Oder, statt essen und trinken, ab sofort gemeinsam trainieren zu gehen – bestes Shirt dazu: „Squat you must“ – und die Fortschritte mit fachlicher Unterstützung durch unser Fitness für Geeks zu tracken. Oder: endlich gemeinsam programmieren zu lernen, Künstliche Intelligenz zu verstehen oder die Agilität der Freunde bei einer Radtour an den Nordkap auf die Probe zu stellen. Und wenn es doch die Reise in die Vergangenheit sein muss, nehmt dieses Level.

So, Bügelperlen raus, Klassenarbeit! Ich wünsche Euch viel Freude in der Geschenkewerkstatt und hoffe, Ihr habt etwas Inspiration gefunden.

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