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Neuerscheinung: Programmieren lernen von Kopf bis Fuß

Programmieren gehört zu den essenziellen IT-Fähigkeiten. Doch wie soll man damit anfangen? Eric Freeman liefert in “Programmieren lernen von Kopf bis Fuß”  die Antwort – und zeigt nebenher, wie viel Spaß das Coding machen kann.

Programmieren – als nerdiges Computer-Kind der 1980er sollte mir das eigentlich im Blut liegen. Doch leider ist das Gegenteil der Fall: Meine frühen Gehversuche in Sachen Coding bestanden aus dem Abtippen seitenlanger, dröger Listings in Amiga Basic. Die quittierte mein treuer Amiga 500 zumeist mit einer Fehlermeldung. Irgendwann überwog der Frust und meine Coder-Ambitionen wurden auf Dauer-Sparflamme runtergeregelt.

Wer weiß, wie meine Programmierkarriere verlaufen wäre, hätte ich damals schon das aktuelle Buch von Eric Freeman zur Hand gehabt. Selbige will „Programmieren lernen von Kopf bis Fuß“ selbst Coding-Einsteigern ermöglichen. Wer bei einem Wälzer von über 600 Seiten zum Thema Programmieren reflexartig an staubtrockene Code-Tabellen und Befehlsreferenzen denkt, darf durchatmen: In der “Von Kopf bis Fuß”-Reihe stehen Spaß, visuelles Lernen und lockerer Schreibstil auf dem Programm. Handschriftliche Notizen erklären komplizierten Code, Comics sorgen für Schmunzler, Kreuzworträtsel Kopfnüsse fordern dazu auf, das Gelernte gleich umzusetzen. “Von Kopf bis Fuß” setzt auf Erkenntnisse der Kognitionswissenschaften und Lerntheorie, um Wissen auf interessante Art und Weise zu vermitteln. Eric Freeman ist Veteran der Kopf-bis-Fuß-Serie und versteht sein Handwerk nahezu perfekt. Das Ziel ist klar: Nach dem Studium von “Programmieren lernen von Kopf bis Fuß” nutzen wir Code, um Computer und Smartphones für uns arbeiten zu lassen.

Programmieren lernen mit Python

Als Basis für den Einstieg ins Programmieren nutzt Freeman die Programmiersprache Python. Das hat seine Gründe: Nicht nur ist Python ungeheuer vielseitig, es gehört auch zu beliebtesten Programmiersprachen überhaupt (zumindest, wenn man der Entwicklercommunity Stack Overflow Glauben schenken darf). Doch vor allem ist Python eine nachvollziehbare Sprache. Selbst Programmiereinsteiger können – Englisch-Grundkenntnisse vorausgesetzt – bei vielen Funktionen zumindest erahnen, welcher Code zu welchem Ergebnis führt. Hinzu kommt, dass Python angenehm konsistent ist. Das bedeutet: Hat man erst einmal die Grundlagen der Sprache verstanden, erschließen sich die weiteren Aspekte fast automatisch. Python ist zudem universell einsetzbar. Ob Windows, Linux oder macOS, das Entwicklerkit der quelloffenen Sprache ist überall verfügbar. Selbst iPhone- und Android-Fans können Python nutzen. Die vielseitigen Einsatzgebiete sowie die leichte Übertragbarkeit auf andere Sprachen machen Python somit zur idealen Einsteigersprache.

Quelle: Python.org

Python eignet sich perfekt für Programmier-Einsteiger.

Keine Angst vor Code

Der Konsistenzgedanke zieht sich auch durch das Buch. Vor allem in den ersten Kapiteln legt Eric Freeman Wert darauf, seinen Leserinnen und Lesern die Angst vor dem Programmieren zu nehmen. Er vergleicht das Schreiben von Programmen mit Kochrezepten, erklärt, wie Computer mit Code umgehen und wie das rechnerische Denken beim Programmieren hilft. Stück für Stück werden dabei die Funktionen von Python eingeführt. Von Variablen und Schleifen über Module und Klassen bis hin zum objektorientierten Programmieren und dem Zugriff auf Web-APIs aus dem Programm reicht die Palette. Freeman vermittelt die graue Theorie stets durch praktische Beispiele zum Nachprogrammieren. Wir entwickeln einen Phrasendrescher für die Marketingabteilung, helfen einer Seifenblasenfabrik bei der perfekten Seifenmischung und unterstützen eine Hundepension. Okay: Hier und da schafft es dann doch einmal ein langes Codelisting in das Buch. Doch dann wird es stets durch praktische Hinweise oder einen augenzwinkernden Kommentar ergänzt.

Programmieren lernen von Kopf bis Fuß

Sympathisch: Das Buch schließt mit einer Top-10 der Dinge, die es nicht ins Buch geschafft haben. Etwa Reguläre Ausdrücke in Python. Wer nach der Lektüre von „Programmieren lernen von Kopf bis Fuß“ noch nicht genug von Python hat, findet hier weitere Anregungen.

Kurzum: Programmieren kann tatsächlich Spaß machen und „Programmieren lernen von Kopf bis Fuß“ zeigt, wie es geht. Tja, hätte das doch nur schon der 80er-Jahre-Boris gewusst. Andererseits gab es damals auch noch kein Python …

Das Buch gibt es ganz frisch auf oreilly.de sowie im gut sortierten On- und Offline-Buchhandel Eurer Wahl.

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