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See you later, Replicator: die O’Reillys beim 3D-Druck-Termin in der Stadtbibliothek Köln

Wie auf diversen Social-Media-Kanälen schon am Rande erwähnt, hatten Corina Pahrmann und ich letzte Woche die Ehre, den in der hiesigen Stadtbib stationierten Maker Bot Replicator II ausgiebig zu testen. Ein äußerst schickes Gerät, und der erste 3D-Drucker überhaupt in einer öffentlichen Bibliothek in Deutschland (großes Lob)! Da Babett Hartmann, unsere Ansprachpartnerin vor Ort, im gleichen Tischtennis-Team aktiv ist wie ich – übrigens aus purem Zufall – war ein Objekt zum Probedruck schnell gefunden: Die Wahl fiel auf einen Ping-Pong-Ball-Holder von der Thingiverse-Plattform. Zur Technik selbst ist ja schon eine Menge gesagt worden (z.B. hier), und über D.I.Y.-Production, Prototyping und die Fablab-Bewegung unterhielten wir uns zuletzt an dieser Stelle. Deswegen gibt’s heute einen flotten Fotoreport mit weniger Text und Nerdigkeiten, Techies finden weiter unten dennoch ein paar weiterführende Auskünfte. Los geht’s:

U-Bahn am Neumarkt verlassen und ab in den 4. Stock der heute für reguläres Publikum geschlossenen Bibliothek (das liegt nicht an etwaigen VIP-Ansprüchen unsererseits, sondern am Ruhe- bzw. Orgatag). Hallo Babett!

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Bevor’s ans 3D-Printing geht, schnell noch mal die Aussicht in den heiligen Hallen der Bib genossen…

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…und die ausgehängten Fachartikel gelesen:

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Dann ist es Zeit, den Rechner anzuschmeißen und die passenden Daten zu ziehen…

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…in der Makerbot-Software alles erneut zu prüfen

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…um anschließend dem Drucker das Feld zu überlassen

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Und jetzt: 215 Minuten Kaffeepause & Fachsimpeln…

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…bis es heißt:

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Nee, stimmt gar nicht. Babett hatte à la Jean Pütz schon alles grandios vorbereitet, sodass wir tatsächlich nur die letzten 20 Minuten dieses Druckvorgangs mitbekommen. Das hier ist schon zu mehr als 90% fertig:

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Danke Babett, danke Bot:

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Jetzt noch (mit Hilfe der offiziellen Mitgliedskarte der Bib) das Objekt flott rauspulen…

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…und sich beim Entgraten nach Möglichkeit nicht die Finger aufschneiden:

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Zu guter Letzt noch ein bisschen professionelle Produktfotografie üben:

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Ein absolut eleganter Tischtennisballhalter, würde ich sagen. Schöner ist da höchstens noch ein O’Reilly-Tierchen:

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Und nun: die versprochenen Details!

Drucker

  • Replicator 2 von MakerBot (Preis: ca. 2200 Euro)
  • Druckmaterial: PLA (Preis: ca. 60 Euro pro kg, für Kunden der Stadtbibliothek entstehen jedoch keine Kosten)

Druckobjekt

Einstellungen am Makerbot

  • Medium-Qualität, aber mit 0,2 mm Schichtdicke und 240 Grad statt 230 Grad (Anpassungen von anderen Usern empfohlen)
  • Druck mit Raft (Gitterfundament), um Haftung des Objektes während des Drucks zu erhöhen und um das Objekt am Ende leichter wieder von der Platte lösen zu können

Ergebnis

  • erstaunlich flotte Druckzeit (3,5 Stunden)
  • sehr gutes Ergebnis mit nur leichten Druckfehler in Form von Materialschlaufen, die beim Schließen des Dachs entstanden sind; keine Druckfehler beim Überspannen der Seitenöffnungen

Zur Erläuterung: Durch den Aufbau von Objekten von unten nach oben gibt es ein paar heikle Situationen beim 3D-Drucken. Der Druckkopf braucht immer eine Fläche, auf die er drucken kann, sonst fällt der Druckfaden ins Leere. Wenn man in die Röhre des fertigen Ballhalters hineinschaut, sieht man oben ein paar Plastikschlaufen herausstehen. Das ist ein Druckfehler, der vermutlich dadurch entstanden ist, dass der Druckfaden für kurze Zeit keinen festen Untergrund hatte, auf den er fallen konnte, und folglich nach unten weggerutscht ist. Glücklicherweise haben die nächsten Schichten Halt gefunden, wodurch das Problem gleich wieder behoben wurde. Die Schlaufen lassen sich einfach abbrechen, daher handelt es sich wirklich nur um einen leichten Druckfehler. Das Problem hatten wir eigentlich auch an den Seiten des Halters erwartet, dort, wo man die Ping-Pong-Bälle durch die breiten „Fenster“ sehen kann. Hier hat der Drucker jedoch den Faden so schnell gezogen (und das Material ist so schnell verhärtet), dass die Überspannung fast makellos ist.

Mehr Infos zum 3D-Druck-Angebot der Stadtbibliothek Köln gibt es hier und hier.

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  1. Pingback: Im MakerSpace der Schiller-Bibliothek Berlin - oreillyblog

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