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Vorgestellt: Rails Girls Berlin

Schon seit Urzeiten unterstützt O’Reilly User Groups mit Büchern, Werbung und Know-How, und auch Portraits einzelner Gruppen im Blog gibt es nun schon eine ganze Weile (zuletzt führte Corina Pahrmann ein Interview mit der PHP UG Frankfurt). 

Heute haben wir es mit einer ganz besonderen Tech-Community zu tun: Die Rails Girl Berlin sind nicht nur global vernetzt und Ableger einer Gruppe aus Helsinki, sie sind auch – der Name verrät es schon – eine der (leider) wenigen Frauendomänen in der Welt der User Groups. Rails Girl Fanny Krebs verrät uns im folgenden Gastbeitrag mehr über das Projekt.

Rails Girls Berlin ist Teil der internationalen Non-Profit-Initiative Rails Girls, deren Hauptziel es ist, Mädchen und jungen Frauen die Welt der Webentwicklung nahezubringen. Und zwar mit dem populären Web-Application-Framework Ruby on Rails. Gegründet haben sich die Girls Ende 2010 in Finnland, seitdem gab es zahlreiche Treffen auf der ganzen Welt, z.b. in Krakau, Shanghai – oder eben in Berlin.

Die Rails-Girls-Community möchte Programmier-Anfängerinnen die Möglichkeit geben, Technologien zu erlernen, um ihre eigenen Ideen umsetzen zu können. Gleichzeitig wird daran gearbeitet, eine Gemeinschaft gleichgesinnter Frauen aufzubauen und diese so zu motivieren, dass sie auch nach den Workshops weiter programmiert. Um das zu erreichen, bemühen sich viele tolle Menschen – z.B. professionelle EntwicklerInnen, die Ihre Zeit zur Verfügung stellen und coachen – um eine besonders nette und mitreißende Atmosphäre bei den Veranstaltungen.

Frauen werden nach den Workshops nicht unbedingt Programmiererinnen, aber sie kennen die Technologie besser und haben Lust, am Ball zu bleiben. Sie merken, dass sie nicht allein sind: Sie lernen andere Anfängerinnen kennen, die die gleichen Ziele haben – und technische versierte Menschen, die ihr Wissen freudig weitergeben.

Wie sieht nun so eine Veranstaltung aus? In der Regel läuft ein Rails-Girls-Workshop zwei Tage: Am Freitagabend findet die Installationsparty statt – und für Samstag steht Programmierung auf dem Plan. Außerdem finden am zweiten Tag auch sogenannte Lightning Talks (= Kurzvorträge Vorträge) statt, die der Inspirationen dienen sollen.

Hier ein paar Impressionen vom Berliner Workshop im April 2012, der zugleich der erste seiner Art in Deutschland war:

Nach dem Treffen beschlossen zwei der Teilnehmerinnen, Anika Lindtner und Katrin Kampfrath, einfach weiterzumachen. Ihr Plan: Neue Veranstaltungen in Berlin organisieren und noch mehr Frauen in die Welt der Programmierung begleiten. Mittlerweile gibt es ca. zehn enthusiastische Frauen, die sich mit Unterstützung einer tollen Community um das Projekt Rails Girls Berlin kümmern.

Es gibt nun fast jeden Monat einen Workshop für Anfängerinnen sowie hin und wieder Kurse für Fortgeschrittene. Manche Veranstaltungen werden auch zusammen mit Partnern organisiert: So übernahmen die Rails Girls Berlin im August z.B. einen Teil des Eurucamp. Diesen Monat wird es einen Follow-Up-Workshop mit Zeit Online geben. Zwischen den Workshops können die Ruby-Enthusiastinnen übrigens kleine Projektgruppen gründen, um ihre eigenen Coding-Ideen mit anderen weiterzuführen.

Das Rails-Girls-Fieber hat mittlerweile fast alle großen Städte in Deutschland erfasst: im September gab es Veranstaltungen in Hamburg und Köln, am kommenden Wochenende findet ein Rails-Girls-Event in München statt.

Mehr Infos zu unseren Aktivitäten in Berlin gibt es hier: www.railsgirlsberlin.de

Und wenn ihr in eurer Stadt einen Workshop veranstalten oder die weltweiten Events verfolgen möchtet, schaut am besten bei www.railsgirls.com rein.

Wir freuen uns über euren Besuch!

P.S.: Ein prima Buch für Rails-Einsteigerinnen ist “Learing Rails”, mit dem wir die Girls auch schon mehrfach versorgt haben. Mehr Lesestoff zum Thema Ruby/Rails gibt es ansonsten hier.

 

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