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Online-Journalismus: Wie füllt man ein leeres Textdokument?

Seit mehr als zwei Jahren bloggen wir nun schon an dieser Stelle. Wir haben knapp 400 Artikel geschrieben, in denen wir Interviews geführt, Messen angekündigt und Bücher vorgestellt haben. Seit mehr als zwei Jahren nutzen wir dabei – wie die meisten deutschen Blogger – WordPress. (Nicht zum ersten Mal sind wir dabei übrigens die größten Fans eines unserer eigenen Bücher, Olivia Adlers gerade neu erschienenes „Praxiswissen WordPress„.)

Wie viele andere Blogger und Autoren auch stehen wir regelmäßig vor der Frage: Was bloggen wir, was interessiert unsere Leser, was müssen wir auf jeden Fall kundtun? Wenn nach gründlicher Diskussion schließlich der Redaktionsplan steht, sitzen wir vor unseren Bildschirmen und tippen eifrig Entwürfe ins Dashboard.

Und während wir dabei Sätze hin und herschieben, Überschriften texten und Bilder einfügen, wird klar, wie sehr sich das Schreiben in den letzten Jahrzehnten verändert haben muss. Wo früher ein Blatt Papier und ein Bleistift und erst danach die Schreibmaschine war, ist heute ein leeres Textdokument, das nach und nach gefüllt und strukturiert wird.

Umso interessanter ist es, den Schreibprozess am PC einmal im Zeitraffer zu verfolgen, wie es Scott Berkun in seinem Ignite-Vortrag „How to write well, instantly, every time“ gemacht hat:

Nicht nur ein routinierter Autor, sondern auch ein Redner der Extraklasse: In “Bekenntnisse eines Redners” nimmt Berkun Ihnen die Angst vor öffentlichen Reden

Berkun offenbart darin seine persönliche Schreibstrategie: Von der „List of Ideas“, die vor jedem Text entsteht und hilft, eine plausible Struktur zu finden, bis zum Umgang mit Schreibblockaden, die seiner Ansicht nach eigentlich wichtige Denkpausen sind. Während Sie Berkuns Ausführungen hören, sehen Sie einen Mitschnitt seines Schreibprozesses – beginnend beim leeren Dokument füllt Berkun das Blatt mit Stichpunkten und Notizen, bis schließlich der fertige 1000-Wörter-Text steht.

Um die „List of Ideas“ zu füllen, macht Berkun sich übrigens immer und überall  Notizen: in Meetings, beim Abendessen, beim Kneipenbesuch. Ganz offline, und ganz wie wir auch ;-)

 

Und wir möchten nicht nur unsere eigenen Ideen im Kopf, sondern auch Ihre Wünsche im Blick haben: Gibt es ein Thema, zu dem Sie sich einen Blogbeitrag wünschen? Einen Menschen, den wir hier vorstellen oder für Sie interviewen sollen? Engagieren Sie sich in einer Usergroup oder bei einem Event, z.B. einem Barcamp, und würden Interessierte gern über das O’Reilly-Blog einladen? Melden Sie sich mit Ihren Ideen und Wünschen via blog@oreilly.de – wir freuen uns über Feedback und öffnen schonmal das Dashboard!

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1 Kommentare

  1. Ich glaube, dass für Ideen die „Überall-Notizen-machen“-Strategie die beste ist ;) Gerade in ungezwungenen Situationen kommen so neue Ideen ans Tageslicht!

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