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Mein Leben als O’Reilly-Tier im Winter

Puh, schon wieder ein Jahr vorbei. Mir kommt’s wie gestern vor, dass ich hier über mein Leben als O’Reilly-Tier geschrieben habe. Und nun geht’s schon wieder in den Weihnachtsurlaub.

Dieses Jahr wurde es ja schon ganz früh kalt, da konnte man sich schon ein bisschen an den Winter gewöhnen. Winter ist ja nicht so meine Sache. Ich bin eher der Schönwetterhund – nicht zu kalt, aber nicht brütend heiss, schön sonnig und trocken, da renn‘ ich über die Wiesen und rolle mich im Gras, das ist toll. Aber Regen, Kälte, Schnee – nee, nicht mit mir. Wenn ich dann Gassi gehen soll, stell‘ ich mich tot. Klappt aber nicht immer, manchmal muss ich trotzdem raus. Dann schüttel ich mich so oft im Regen, dass wir kaum vorwärts kommen – und es dann Frauchen zu bunt wird und wir umdrehen. Ich bin dann gefühlt die letzte Überlebende der Sintflut, gerade nochmal entkommen, aber Frauchen kann das nicht verstehen.

Schnee ist nochmal was anderes. Wenn der kalt und nass ist, dann gehe ich nur auf Zehenspitzen oder hopse auf drei Beinen dadurch, damit ich wenigstens eine Pfote schonen kann. Aber wenn der Schnee ganz trocken und pulverig ist, dann flitze ich gerne darin rum. Ausserdem sieht man bei Schnee die Kaninchenköttel prima, denn die sind ja, leicht angefroren, das Beste am Winterspaziergang. Bei schlimmer Kälte zieht Frauchen mir dann so einen doofen Anzug an. Ich wehre mich immer dagegen, aber wenn ich ehrlich bin: Der ist schwarz, das schmeichelt meiner Figur, und der hält mich wirklich gut warm.

Trotzdem, mein liebster Platz ist und bleibt im Warmen, vor der Heizung oder vor dem Kamin. Deshalb habe ich mich auch so auf die Weihnachtsferien gefreut. Die verbringen meine Menschen und ich immer in Holland. Das kleine Häuschen, in dem wir da wohnen, hat einen wunderbaren Kaminofen, vor dem ich stundenlang liege. Als ich noch ganz klein war, habe ich oft unten im Ofen gesessen, also in der Ablage:

Zugegeben, manchmal wird es vor dem Ofen echt heiss. Wenn ich richtig schlimm hecheln muss, dann rutsche ich immer weiter unter den Tisch ins Kühlere. Das ist sehr praktisch und deutlich bequemer, als es wirkt.

Urlaub ist auch toll, weil dann meine Menschen viel Zeit für mich haben. Wir gehen lange im Wald oder am Strand spazieren, klettern auf Baumstämme oder spielen im Sand. Oder ich jage mit anderen Hunden am Strand entlang. Wenn die dann aus dem Wasser Bällchen holen, warte ich einfach auf dem Trockenen, bis sie mit dem Ball im Maul wieder rauskommen, und flitze wieder hinterher. Ist ein prima Trick, man muss nur darauf achten, in Deckung zu gehen, wenn die das Wasser aus dem Fell schütteln. Manchmal, wenn das Spielen so richtig wild und aufregend ist, dann laufe ich auch ein paar Meter mit ins Wasser. Spätestens, wenn die Tropfen dann so rumspritzen, dann fällt mir natürlich wieder ein, dass ich ja eigentlich super wasserscheu bin. Au Backe – dann heisst es ganz vorsichtig ohne Spritzen auf Zehenspitzen wieder raus an den Strand und schüüüüütteln.

Manchmal laufe ich auch einfach nur über den Sand und buddle ein bisschen. Frauchen sagt dann „paniertes Sandschwein“ zu mir, das finde ich frech.

Weihnachten und Silvester sind mir relativ egal. Mein Kriterium ist ausschliesslich, ob es was besonderes zu fressen gibt, gerne auch in größeren Mengen. Da kann ich Weihnachten schon mal Glück haben – obwohl ich von der Gans ausser dem tollen Duft fast nichts abkriege. Ausserdem gibt’s dann immer ein neues Quietschetier. Insofern finde ich Weihnachten ganz okay. Silvester ist der Tag mit dem Knallen. Silvester finde ich also blöde. Die Holländer sind begeisterte Hobby-Feuerwerker, da knallt es ausdauernd. Ich liege Silvester am liebsten in Frauchens Bett. Sie nennt mich dann „Schisser“, aber damit hat das nichts zu tun. Ich finde, just in dem Moment ist das einfach ein ganz prima Platz, am besten unter dem dicken Kopfkissen.

Weihnachtsurlaub ist auch super, weil wir dann ganz viel spielen, mit dem neuen Quietschetier und all den alten. Oder meine Menschen lesen auf dem Sofa und ich darf mich dazulegen. Frauchen kocht und backt viel in der Zeit, da fällt auch schon mal was für mich ab. Es ist also rundum ein grossartiger Hundeurlaub. Da kann ich mich richtig entspannen! Denn die Arbeit geht früh genug wieder los.

Als ich die Fotos rausgesucht habe, fiel mir noch dieses alte in die Hände, da war ich noch ganz klein. Aber weil es so schön passt, zeige ich Euch das auch: wir nannten es Niko-Lotte.

In diesem Sinne: Allen ein schönes Weihnachtsfest und leckere Geschenke wünscht Euch Eure Lotte (die sich über Weihnachtsgrüße unter lotte@oreilly.de freut)

4 Kommentare

  1. Sahasiki sagt

    Liebe Niko-Lotte!
    Ich schicke Dir viele weihnachtliche Gruesse aus dem fernen Malaysia – das Wetter wuerde Dir hier auch nicht gefallen: waere Dir viiiiel zu heiss. Hundekollegen habe ich noch keine getroffen aber viele Hornvoegel, eine grosse Pfauentruppe und natuerlich die frechen Affen. Ueber die muesstest Du Dich wahrscheinlich furchtbar aufregen – gut, dass Du Deinen Weihnachtsurlaub woanders verlebst.

    Viel Spass mit dem neuen Quietsche-Tier!

    Deine Fellpflegerin
    Sahasiki

  2. kTo Steffens sagt

    Liebe Lotte, wir waren jetzt in Aachen und stell Dir vor, da liegt noch mehr Schnee als in Köln! Grüß Frauchen und Herrchen von uns und sei tapfer an Silvester! VlG Deine kTo Steffens

  3. Uschi Meißner sagt

    Liebe Lotte,
    Wir hier aus dem verschneiten Köln hoffen, du hast viele leckere Geschenke bekommen und deine Mitbewohner einige besinnliche Stunden. Ich sage dir so von Hund zu Hundedame es sind sehr faule Tage. Florian mein bester Menschenfreund war pünktlich zum Weihnachtsfest zu Hause. Nun wünsch ich dir, Elke, und Helmut, ( so darf ich sie beide hoffentlich nennen) einen guten Rutsch und ein frohes neues Jahr. Es wird mein erstes Silvester, grr.. ich laß mich überraschen. Liebe Grüße auch von meinen Dosenöffnern. Dein Hauke.

  4. Jessica Gräf sagt

    Liebe Lotte,
    auch ich war einige Tage in Weihnachtsurlaub mit meinem Frauchen und meinem Herrchen. Das schönste daran waren wieder einmal unsere täglichen Café-Besuche. Diesen Urlaub haben sie einen großen Hirschbraten für mich gekocht und dann gab es im Café jedes Mal 4 Scheiben davon. Ich kann Dir sagen, liebe Lotte, ich liebe Cafés. Wenn ich nur daran denke, läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Morgen und am Sonntag ist es wieder so weit, ich kann es kaum erwarten. Ich habe gehört, wie mein Frauchen heute meinem Herrchen gesagt hat, er soll magere Rindersteaks für mich mitbringen. Oh Mann, da vergesse ich glatt, dass es mir momentan nicht so gut geht. Dieser blöde Wetterwechsel, er macht mich ganz schwach. Na ja, ganz so blöd ist er auch nicht, immerhin bekomme ich nun wegen ihm leckere Welpenmilch zur Stärkung. Da gibt es nichts zu lachen, Lotte, Du junger Hüpfer, ich bin eine große Langhaarschäferhunddame mit fast 16 Jahren. Das will schon etwas heißen. Ach ja, und Frauchen sagt, ich sei trotz meines Alters noch immer der schönste Hund der Welt. Hast Du das gehört, liebe Lotte? Ich bin die Schönste hier im Land und überhaupt. Oh entschuldige, liebe Lotte, da ist mal wieder meine Eitelkeit mit mir durchgegangen. Hab’s nicht so gemeint, Du bist ehrlich auch ganz süß. Frauchen sagt, ab meinem 16. Geburtstag gibts noch mehr Braten und geschlagene Sahne für mich. Ich bin ganz hin und weg. Das hört sich doch gut an. Also unter uns beiden gesagt: Wenn auch in 2011 und danach für mich alles so gut läuft wie in den letzten 16 Jahren, dann setze ich nochmals 16 Jahre drauf. Jawohl, nochmals 16 Jahre, das mache ich glatt! Nun wünsche ich Dir, liebe Lotte, ein gesundes, nahrungsreiches, auslaufreiches, trockenes, warmes und liebevolles 2011 und allen anderen Hunden dieser Welt, dass sie ein gutes Zuhause haben oder finden werden, falls sie heute im Tierheim sind oder auf der Straße leben müssen. Bis bald mal wieder. Deine Jessi.

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