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Zwischen Usergroups, IT-Events & Unkonferenzen: Im Gespräch mit Darren Cooper

Keine Branche lebt von derart vielen verschiedenen freien Treffen und Konferenzen wie die IT-Branche. Es gibt Webmontage und Twittwoche, Barcamps und DevDusks, und dazu noch einige hundert Usergroups, die sich regelmäßig treffen. Darren Cooper initiiert und organisiert seit einigen Jahren IT-Events im Frankfurter Raum. Wir haben mit ihm über den Reiz der freien Konferenzkultur  gesprochen.

Darren, die Liste der von Dir seit vielen Jahren (mit-)organisierten Events ist lang: Barcamps, Webmontage, DevDusks, Global Ignite Week, TEDx … Außerdem bist Du vielen von der Frankfurter Google Technology Usergroup (GTUG), der PHP und der JavaScript Usergroup bekannt. Was treibt Dich persönlich an?

Es macht mir Spaß, Menschen zusammenzubringen und Teil verschiedener Techie-Communities zu sein. Es gibt nichts besseres, als Erfahrungen aus erster Hand zu teilen, von den Menschen, die das Web gestalten. Ich arbeite selbst mit dem Web, und spreche daher gern mit anderen über die Herausforderungen und Leistungen, die wir alle vollbringen. Ich glaube, das Web verändert die Art und Weise, wie wir arbeiten, es beeinflusst unsere gesamte Kultur. Daher halte ich es für wichtig, einander regelmäßig zu treffen und über diese Entwicklungen zu diskutieren. Darüberhinaus genieße ich es, neue Dinge und Menschen kennenzulernen.

Darren Cooper auf dem Webmontag in Frankfurt (c)Patrick Lenz

Wie sieht es bei den Eventbesuchern aus: Woher kommt diese Lust auf Community und Vernetzung – auch und gerade in der realen Welt?

Meiner Meinung nach sind die guten alten „analogen“ Treffen immernoch unübertroffen. Es ist einfach großartig, ein paar Leute zusammenzutrommeln und einander persönlich zu treffen. Die digitale Kommunikation ist toll, wir alle benutzen sie jeden Tag. Aber es geht nichts über ein Treffen von Angesicht zu Angesicht – vielleicht bin ich einfach altmodisch.

Ein anderer Grund ist, Gleichgesinnte kennenzulernen. Wir haben jeden Tag genug mit diesen Muggels zu tun, da tut es gut, mit jemandem zu reden, der weiß, wovon Du sprichst. Und nicht zuletzt ist kein anderer Wirtschaftszweig so stark von seinen Usern beeinflusst wie die Internetbranche. Es ist eine sehr lebendige Industrie, die sich stark verändert. Und das Positive ist, dass die Weiterentwicklungen von der Community geprägt sind. Dies macht die Webcommunity einzigartig und sehr spannend.

Was ist Deiner Erfahrung nach das Geheimnis hinter erfolgreichen Events und UG-Treffen?

Die richtige Location und enthusiastische Helfer, gepaart mit einer guten Mischung von Speakern und Gästen.

Am kommenden Wochenende kann man Dich auf dem Barcamp Rhein-Main treffen. Sofern man das von einer Unkonferenz sagen kann: Was erwartet die Teilnehmer?

Tatsächlich müssen wir das die Teilnehmer fragen, sie bestimmen bei Unkonferenzen, was angesagt ist. Wir stellen einfach nur sicher, dass es WLAN und genug Kaffee gibt. Aber wenn Du mich fragst: Wir werden eine Menge interessanter Sessions über aktuelle und spannende Themen der Internetbranche erleben. Wir haben eine großartige Location, und erwarten tolle Sessions und Gäste. Oh, und fürs Protokoll: Social Media, Mobile Development und PHP-QA gehören sicherlich zu den Top-Themen des diesjährigen Barcamps.

Wie immer auch mit O'Reilly-Büchern: Das Barcamp am kommenden Wochenende

Darren, ich danke Dir für das Gespräch.

Über Darren Cooper: Darren (dc@dmr-solutions.com) ist leidenschaftlicher Netzwerker und Web-Enthusiast. Er unterstützt diverse IT- und Community-Events und organisiert u.a. das Barcamp Rhein-Main und den Webmontag Frankfurt. Seine nun über 10 Jahre aktiver Erfahrung in der webbasierten Anwendungs-Entwicklung bringt er seit 2009 in die dmr solutions gmbh mit Büros in Mannheim und Bad Homburg ein. Wenn er nicht gerade programmiert oder ein Event plant, verbringt der gebürtige Engländer gern Zeit mit seiner Familie – im Code Garden (Sommer) oder in TheDevShed (Winter).

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4 Kommentare

  1. Meine Damen und Herren, mein Mentor!

    Darren könnte übrigens gut noch einen Substitute gebrauchen oder zwei, Leute die helfen und auch mal Aufgaben übernehmen ohne dafür gleich Butter aufs Brot zu wollen. Die bekommen wir Orgas nämlich auch nicht dafür und jedes bisschen VERLÄSSLICHER Hilfe zählt. Also Freiwillige vor!

    (gilt auch für München)

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